#1 12-01-2012 19:49:47

Robby
 
Registriert: 02-09-2011

Vergleich zwischen Maelstrom X10 und der Sunwayman V60C...!

Ein Vergleich...

4 Sevens Maelstrom  X10 & Sunwayman V60C


Helles, kräftiges Licht aus einer Lampe zu bekommen, die so groß ist wie ein Schuhkarton, ist nicht unbedingt eine Kunst. Eher die Pflicht. Lampen zu konstruieren, die aus relativ kleinen und handlichen Gehäusen einen Lichtstrahl produzieren, der stark genug ist um Batman zu Hilfe zu rufen... Das ist die Kür! Und dafür gibt’s gleich zwei Anbieter. Nämlich 4Sevens und Sunwayman. Beides Firmen mit gutem Ruf und Reputation, haben sie genau das geschafft. Kleine Lampen mit extrem hoher Lichtleistung. Dabei verwenden die Hersteller zwei völlig verschiedene Konzepte.

Zuerst das Modell Maelstrom X10 von 4Sevens. Einfach konstruiert, aber sicher in der Handhabung und - genau darum geht’s uns ja - sehr, sehr hell. Die Lampe hat nur zwei Leuchtstufen. Nicht mehr. Es blinkt nix, es „strobed“ nix. Sie leuchtet einfach nur. Eine erste Stufe mit 100 Lumen und dann eben die volle Leistung mit 640 Lumen. Für viele Anwendungen wird die mittlere Stufe ausreichen. Wenn man aber richtig Dampf - sprich; viel Licht braucht, hat man das sofort zur Hand. Die Lampe hat keinen Klickschalter. Kein rastender Knopf mit hartem, weichem oder al dente gekochtem Druckpunkt. Es gibt zwar einen Knopf, aber der rastet nicht. Mit dem geht nur Momentlicht. Um das Licht in Dauerbetrieb zu versetzen, muss man die Endkappe zuschrauben. Wie bei den guten alten Surefire Lampen. Aber die Brüder wussten schon, was sie taten. Und die bei 4Sevens wissen das auch.

An dieser Stelle sehen wir uns jetzt die V60C von Sunwayman an. Ebenfalls unglaublich hell und mehr als einfach zu bedienen. Hier sucht man jedoch vergeblich nach einem Druckschalter - einem „Clicky“. Die V60C wird mit einem Drehring gesteuert. Ist der Ring ganz links, ist die Lampe aus. Dreht man den Ring nach Rechts wird es immer heller. Die Lampe „rampt“. Das bedeutet, eine stufenlos ansteigende Helligkeit. Was das „stufenlos“ angeht, scheiden sich die Geister. Manche - wie ich auch - sprechen von stufenlos, andere sehen es als viele einzelne Schaltstufen, die extrem eng aneinander liegen. Egal - für das Auge ist es stufenlos.


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Wenn die Lampe ihre maximale Helligkeit erreicht hat - 728 Lumen - rastet der Drehring (gut spürbar) ein. Wenn man dann weiter dreht, ist man im so genannten „Strobe“ Modus. Über diesen Strobe Modus habe ich schon bei der Klarus XT20 berichtet - ebenfalls hier im Forum zu lesen.

Was den alltäglichen Gebrauch in Sachen Abstufung der Leuchtstärke angeht, hat die V60C die Nase vorn, weil sie in der schwächsten Stufe nur um die 5 Lumen bringt. Im Gegensatz zur X10, die in der schwächeren Stufe gleich mal 100 Lumen abstrahlt. Versuchen Sie mal beide Lampen auf Low, wenn Sie nachts um vier Uhr aufwachen... Die X10 punktet dagegen mit ihrer Größe. Sie ist noch handlich genug, um sie ohne Probleme in einer Jackentasche transportieren zu können. Damit ist sie der V60C voraus, denn die ist ein wenig größer. Und schwerer.



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Was die Energieversorgung angeht, schlagen die Hersteller ebenfalls ganz eigene Wege ein. Während Sunwayman auf drei Akkus vom Typ 18650 setzt, hat 4Sevens gleich einen eigenen Akku entwickelt. Das Modell 26650. Ein ziemlicher Brocken von Akku, dafür eben nur einer.



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Der Akku der Maelstrom X10 wird in einem (speziellen) Ladegerät wieder einsatzbereit gemacht, während die V60C da etwas ganz Spezielles anzubieten hat. Nämlich einen ringförmigen Lader, in den die Lampe einfach eingestellt wird. Fertig. Dieser Lader hat sogar genug Köpfchen um zu erkennen, ob die falschen Akkus bzw. Batterien eingesetzt sind um in einem solchen Fall sofort abzuschalten. In der Gebrauchsanweisung der Lampe ist zwar mehr als deutlich zu lesen, dass der Lader auf keinen Fall mit RCR Akkus und erst Recht nicht mit Batterien benutzt werden darf, aber da mehr und mehr Leute nach dem Motto verfahren „Gebrauchsanweisungen sind für Verlierer“ und lieber erst mal munter drauflos probieren, ist ein solcher „intelligenter“ Lader auch dringend notwendig.



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Wenn man an dieser Stelle kurz innehält und die Leistungen direkt vergleicht, sieht die Sache so aus: Die 4Sevens Maelstrom X10 liefert mit einem 26650 Akku 640 Lumen für 1,8 Stunden und 100 Lumen für 15 Stunden. Die Sunwayman V60C erhellt die Finsternis mit drei Akkus vom Typ 18650 für  zwei Stunden mit 728 Lumen und für 150 Stunden mit fünf Lumen.

Zu den Details... Tailstand is’ nicht. Zumindest bei der X10. Tailstand bedeutet, die Lampe auf den Hintern zu stellen. Also im Prinzip wie eine Kerze, die stur an die Decke leuchtet. Aber da der Knopf auf der Rückseite ein wenig übersteht, fällt der Tailstand aus. Muss man eben eine echte Kerze aufstellen... Was ich persönlich schade finde, ist, dass es keine Möglichkeit gibt, ein Lanyard zu befestigen. Eine Kordel für das Handgelenk. Wäre schön gewesen. Aber - leider Fehlanzeige.



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Bei der V60C sieht die Sache ein klein wenig anders aus. Tailstand ist hier möglich - man kann die Kerzen also getrost Zuhause lassen - und es gibt genug Möglichkeiten, ein Lanyard zu befestigen. Kein Problem. Beide Hersteller haben ihren Lampen vernünftige Holster beschert. Natürlich sind beide keine unauffälligen Pancake Holster für „Concealed Carry“ - für verdecktes Tragen - aber die Lampen haben nun mal einen gewissen Durchmesser, da lässt sich auch durch das schönste Holster nichts „wegzaubern“. Auf jeden Fall sind diese Holster wesentlich wertiger als die Nylonlappen, die manche Firmen als Holster bezeichnen.



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Fazit der Geschichte:

Beide Lampen leisten in Relation zu ihrer Größe Erstaunliches. Wer kräftiges, klares Licht möchte, kann blind zugreifen. Er wird nichts Falsches erwischen. Die Bedienkonzepte bei beiden Lampen sind einfach zu verstehen und schnell umzusetzen, obwohl sie kaum unterschiedlicher sein könnten. Bis hierhin ist alles eine reine Frage des persönlichen Geschmacks. Das Ladekonzept der V60C ist schlicht genial. Speziell für Leute, die sich keine Gedanken über den Ladezustand der Lampe machen wollen (Sicherheitsdientse, Polizei, Forstbetriebe, Katastrophenschutz etc.) gibt es nichts Einfacheres. Lampe in den Lader - fertig. Beim nächsten mal wird die Lampe auf jeden Fall voll geladen und einsatzbereit sein.
Bei der X10 muss man sich schon ein wenig bemühen. Sprich; Akku aus der Lampe nehmen und in den Lader packen. Mit Sicherheit kein großer Aufwand, aber wenn man mal vergessen hat, den Akku nachzuladen, steht man schnell im Dunkeln. Und zwar eher als man es erwartet hat. Den Ausschlag wird im Endeffekt der Preis geben. Während die V60C von Sunwayman mit etwa 220.- zu Buche schlägt - allerdings komplett mit einem Satz Akkus und dem Ringlader (!), blättert man für die X10 um die 160.- auf den Ladentisch.
Der Fairness halber sei hier aber gesagt, dass die Akkus der V60C auch mit jedem Lader für Li-Ion Akkus geladen werden können. Aber dazu müssen sie - genau wie bei der X10 - aus dem Gehäuse entnommen werden. Der Luxus, sich über das Laden überhaupt keine Gedanken mehr machen zu müssen, ist den Aufpreis aber durchaus wert.

Robert Amper




Technische Infos zu den vorgestellten Lampen:

4Sevens Maelstrom X10

Gewicht (ohne Akkus) 160 gr.
Kopfdurchmesser 46mm
Gesamtlänge 135 mm
Lichtleistung: 640 Lumen für 1,8 Stunden
100 Lumen für 15 Stunden.
Wasserdicht nach IPX-8
Oberfläche nach Standard HAIII anodisiert
Reflektorabdeckung mit gehärteter Glaslinse,
aussen Saphirbeschichtet, innen antireflexbeschichtet



Sunwayman V60C
Länge: 165 mm
Durchmesser Gehäuse: 45 mm
Durchmesser Lampenkopf: 57 mm
Gewicht (ohne Akkus): 354,6 Gramm
Lichtleistung: 640 Lumen für 1,8 Stunden
100 Lumen für 15 Stunden.
Wasserdicht nach IPX-8
Oberfläche nach Standard HAIII anodisiert
Reflektorabdeckung mit gehärteter und kratzfester
Glaslinse.

Beide Lampen wurden von Herrn Winkler
von  www.selected-lights.de  zur Verfügung gestellt.
Danke dafür  smile

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